Ein Bericht aus der Sicht eines Anunnaki.

Selamat Jarin!

Nun, es fing damit an, das Zu meinem Vater Enlil bestahl und nicht nur ihn, sondern meine gesamte Familie. Er stahl die Tafeln des Schicksals, worauf alles geschrieben steht, was für unser Volk von Bedeutung ist – und er stahl meinem Vater die Zeichen seiner Macht. – Danach floh er mit seinem Flugzeug und keiner wusste wohin.
Mein Onkel Enki schlug vor jemanden damit zu beauftragen der Zu
vernichten sollte und die gestohlenen Gegenstände wieder zu beschaffen. – Nun, er schlug mich vor, wohl in der Hoffnung ich würde dabei umkommen. Ich wusste in welche Gefahr ich mich begab, war Zu doch in meinen Augen der Verbündete von Enki und Marduk – was zwar nie offen ausgesprochen wurde, was aber jeder von uns wusste! – Ich erklärte mich bereit Zu zu suchen und ihn auszuschalten, – aber unter einer Bedingung! – Ich verlangte, dass man mich, sollte ich siegreich sein, mit meinem Vater Enlil gleichstellte! Ich verlangte dieses und wusste genau warum ich das tat – – ich wollte verhindern, das mein Onkel Enki im Falle, das mein Vater Enlil sterben würde dessen Stelle übernimmt! Enki war der erstgeborene Sohn von Anu, aber entstammte aus einer außerehelichen Beziehung, mein Vater Enlil, war viel jünger – aber er entstammte aus der legitimen Ehe Anus – war also der Thronfolger. Das passte Enki überhaupt nicht – war er doch der Erstgeborene, in seinen Augen stand ihm die Thronfolge zu und nicht seinem Bruder!
Das ist der Grund, weshalb Enki und Marduk meinen Vater und auch mich bis aufs Blut hassen. – Deshalb kam ich zu diesem wie ich zugebe ziemlich kühnen
Vorschlag meinerseits. Ich verzichtete dadurch zwar auf meine Stimme im Rat,
weil ich mit meinem Vater dann gleichgestellt sein würde – aber nur einer von
uns Mitglied des Rates sein konnte – ich verzichtete aber gerne darauf und nahm es in Kauf keine Stimme im Rat mehr zu haben.
— Ich kann so kühne Forderungen stellen – ich bin Enlils erstgeborener
Sohn aus einer legitimen Mutter, meine Mutter ist Enlils Halbschwester
Ninharsag. Meine Brüder und Schwestern, die stammen aus  anderen Beziehungen von meiner Mutter oder meines Vaters, meine Geburt diente lediglich dem Sichern der Nachfolge, nur ein reinblütiger Sohn aus der Königslinie kann der Anführer unseres Volkes sein. –
Meine Geschwister standen unter mir in der Erbfolge, sehr zum Frust meines
Vaters – er mochte mich noch nie sonderlich!

Hätte ich allerdings zu diesem Zeitpunkt geahnt, was da auf mich zukommt, ich denke mal, ich hätte es mir noch einmal gründlich überlegt!

So aber erklärte der gesamte Rat sich bereit auf meine Forderungen einzugehen! Ich unterzeichnete den Vertrag und machte mich auf die Suche nach Zu. Ich stieg in meinen Flieger und startete, nicht ohne genügend Waffen an Bord zu haben. Ich fand das Versteck relativ schnell, aber es war gut gewählt, ich
konnte mich nicht unbemerkt nähern. Also flog ich erst einmal zurück und
überlegte, was zu tun ist. Ich weihte meinen Bruder Ischkur in meinen Plan ein
und bat ihn mir behilflich zu sein – er willigte ein und gemeinsam flogen wir
mit unseren Maschinen los, wir landeten weit von Zus Versteck entfernt, ich
nahm die Waffe die mein Vater mir gab mit – eine mächtige Waffe, die bis zu 50
Geschosse hintereinander abfeuern konnte, Ischkur sollte bei den Maschinen zurückbleiben und auf mich warten – sollte ich bis zum nächsten Morgen nicht zurücksein, sollte er mich suchen.

Ich ging also los, die Waffe war schwer und ich kam nicht gerade schnell vorwärts, aber dann war ich am Fuß des Berges, wo Zu sich versteckt hielt, ich sah seine Maschine auf einem Plateau stehen und näherte mich vorsichtig – aber er hatte mich längst gesehen, aber noch nicht erkannt – er schrie mir zu ich sollte stehen bleiben und umkehren, ansonsten würde er mich töten, ich sagte nichts, sondern ging weiter, er schoss auf mich, aber mein Schutzschild ließ die Geschosse wirkungslos abprallen. Ich schoss zurück, aber auch meine Geschosse prallen von einem um Zu befindlichen Schutzschild ab, wir lieferten uns einen erbitterten Kampf – aber keiner von uns konnte seinen Gegner besiegen – also überlegte ich und beschloss mich zurückzuziehen. Ischkur war froh, das ich unverletzt zurück kam, ich erklärte ihm das Geschehene und bat ihn zu unserem Vater zu fliegen und dort um Rat nachzufragen – meine Waffen richteten jedenfalls nichts aus. Ich blieb zurück und beobachtete aus sicherer Entfernung was Zu trieb. Ischkur kam schnell zurück, er übergab mir eine Waffe, die ihr als Rakete bezeichnen würdet und sagte „Unser Vater sagt, du sollst beweisen, dass du ein würdiger Krieger bist, ziele auf seinen Antrieb, du hast aber nur einen Schuß!“ – Ich montierte die Rakete an meine Maschine und testete den Auslöser – es funktionierte alles bestens – mir wäre aber wohler gewesen, ich hätte mehrere dieser Geschosse zur Verfügung gehabt. Ich musste genau neben Zus Maschine gelangen um den Antrieb zu zerstören – das wird nicht einfach sein, ich bin zwar ein ausgezeichneter Pilot, aber Zu ebenfalls. Ich verabschiedete mich von meinem Bruder und stieg mit meiner Maschine in den Himmel ich kam nicht weit, Zu näherte sich in seiner Maschine und er ließ keinen  Zweifel daran aufkommen, das er mit mir kämpfen würde. Er ahnte wohl, was ich vorhatte, denn er verhinderte immer wieder, dass ich neben ihn gelangte. Es verging eine lange Zeit bis ich es endlich geschafft hatte und meine Maschine sich direkt neben seiner befand, ich hatte keine Zeit richtig zu zielen, wusste aber auch, dass ich nur den einen Schuß hatte, und dieser sitzen musste, ansonsten würde es mir schlecht ergehen, denn auch ich bot für seine Waffen ein ausgezeichnetes Ziel und ich hatte kaum noch Energie, musste schnell runter und aufladen. Ich zielte also, und drückte auf den Auslöser ich verfolgte die Bahn des Geschosses und sah das ich einen Volltreffer gelandet hatte – die Rakete traf direkt den Antrieb und zerstörte diesen augenblicklich! Zu konnte nicht mehr in der Luft bleiben, er musste runter, ich flog ihm hinterher und landete unmittelbar neben ihm ich sprang aus meiner Maschine und zog meine Waffe, Zu ließ sich widerstandslos fesseln und von Ischkur und mir zu Enlil bringen und wurde in eine Zelle gesperrt.

Dann rief Enlil mich zu sich, und fragte wo die Tafel des Schicksals wäre – ich konnte aber nur meine Schultern zucken – ich wusste es nicht. Die anderen entwendeten Sachen hatte ich gefunden und mitgebracht – aber von der Tafel fehlte jede Spur. Ich beschloß, den Gefangenen nach dem Verbleib der Tafel zu fragen und ging zu ihm, aber Zu brach in schallendes Gelächter aus, als ich ihn nach der Tafel fragte, er blickte mich mit funkelnden Augen an und sagte höhnisch „Sie sind bei eurem größten Widersacher – bei Enki!“ – Auch
das noch – dachte ich, das hat mir gerade noch gefehlt, wie erkläre ich das
meinem Vater! Ich betrat das Gemach meines Vaters und sagte ihm, was ich von Zu erfahren hatte, er sah mich an und brüllte los „Dann sieh gefälligst, das du
sie wiederbekommst!“ — ich wusste es hatte keinen Sinn ihm Widerworte zu
geben, also salutierte ich, drehte mich um und ging. Ich sagte Ischkur, was ich
vorhatte, der sah mich nur ungläubig an und ermahnte mich „Das kann Dein
Todesurteil sein!“ – Ich weiß – antwortete ich ihm – aber was sollte ich tun –
ich musste in die Höhle des Löwen, – ich musste zu Enki. Unser Vater erwartet von mir, dass ich die Tafel zurückbringe!

Ich flog also geradewegs zu Enkis Zikkurat, bat um Erlaubnis zu landen, welche mir augenblicklich erteilt wurde, ich stieg mit sehr gemischten Gefühlen aus meiner Maschine aus und begab mich zu meinem Onkel. Man erwartet mich schon, Enki stand mit einem seiner Leute im Raum und ich ging auf sie zu. Sehr zu meinem Erstaunen händigte man mir die Tafel sofort aus, kaum hatte ich diese in meiner Hand, da wurde mir bewusst, welche Macht ich in meinen Händen hielt, mir schossen ungeheuerliche Gedanken durch den Kopf –
warum sollte ich die Tafel meinem Vater geben – ich konnte sie doch auch
durchaus für mich selbst in Anspruch nehmen – ich weiß heute nicht mehr, was
damals mit mir los war, Enki grinste, er schien genau zu wissen was ich dachte.
Er sagte mit eisiger Stimme „Junge, vergiß es! Das ist eine Nummer zu groß für
dich!“ — Oh, ich war so dumm und ging auf sein Spiel ein. Ich merkte viel zu
spät, dass er mich manipulierte, mir diese Gedanken eingab! Ich wurde zornig
und brüllte ihn an, – ich wäre kein kleiner Junge mehr, ich könnte schon
abwägen ob ich unser Volk führen kann oder nicht!  Er stachelte mich immer mehr auf, ich verlor dann irgendwann meine Fassung und ging auf ihn und den anderen Mann los, – nun, er hat mir gezeigt zu was er fähig ist, wir standen mittlerweile alle drei am Ufer des Flusses, ich hielt die Tafel immer noch in meiner Hand, als er begann monotone Laute zu murmeln, ich dachte mir nichts dabei, war viel zu zornig!
Erst als sich der Boden aufwölbte und ich den Halt verlor, da begriff ich, was
er tat! Ich sah mich plötzlich einer riesigen Schildkröte gegenüber, ich konnte
nicht über den Panzer hinwegsehen, und ich bin nicht gerade klein. Das Tier war
wirklich gewaltig und es griff mich an, ich konnte gerade noch ausweichen, ich
hörte Enki schreien „ Jetzt beweise mal, was für ein großer Held du bist!“ – Es
wurde ein Kampf auf Leben und Tod! Ich verlor die Tafel irgendwann als ich
stürzte. Enki zog sich lachend zurück, ich war allein mit dem wütenden Tier,
ich muß eingestehen, dass es mir ganz schön mulmig zumute war! Meine Waffe
richtete bei dem Panzer nichts aus – die Geschosse prallten ab und flogen mir
um die Ohren. In meiner Verzweiflung zielte ich auf eines der Augen, der Schuß
saß, das Tier brüllte auf und drehte sich wild im Kreis, ich wich zurück,
stolperte und stürzte, es gelang mir gerade noch aus dem Gefahrenbereich zu
rollen. Ich sprang auf, zielte auf das andere Auge und schoß erneut – auch
dieser Schuß saß, jetzt war das Tier geblendet, ich zog meinen Dolch und rannte
auf den Kopf zu, mit aller Kraft stieß ich zu und rammte die Waffe so fest ich
konnte in die Kehle des Tieres – ein dicker Schwall warmen Blutes traf mich,
das Tier schrie furchtbar, dann war es sehr zu meiner Verwunderung urplötzlich
verschwunden – ich sah es von einer auf die andere Sekunde nicht mehr, ich ging einige Schritte nach vorne und da sah ich, wohin die Schildkröte verschwunden war – sie lag regungslos in einer Grube die sie beinahe gänzlich ausfüllte, als ich mich gerade umdrehen wollte, traf mich ein Stoß in den Rücken, ich machte einen Schritt nach vorne – und trat ins Leere. Ich krachte in einen engen Spalt, der sich zwischen dem Panzer und der Wand der Grube gebildet hatte, ich steckte fest und konnte mich kaum bewegen. Ich war benommen und wusste nicht so recht was ich jetzt tun sollte. Enki stand oben und blickte auf mich herab, er lachte und sagte höhnisch „Jetzt kannst du mal nachdenken – wohin deine Überheblichkeit dich gebracht hat, du, der große Held steckt rettungslos in einer Grube fest!“ Dann war er verschwunden. Ich steckte wirklich hoffnungslos fest, konnte mich kaum bewegen, ich versuchte mich am Panzer der Schildkröte hochzuziehen – vergeblich, ich rutschte immer wieder ab – schließlich gab ich resigniert auf. Enki ließ mich Tag auf Tag in der Grube, dann stand er zusammen mit meiner Mutter oben am Rand der Grube, ich musste einen jämmerlichen Anblick bieten, so voller getrocknetem Blut wie ich war!  Meine Mutter erschrak jedenfalls heftig als sie mich erblickte, Enki ließ mir ein Seil hinab, das ich ergriff, er zog mich hoch, als ich endlich oben stand, war ich so schwach, das ich mich kaum auf den Beinen halten konnte. Meine Mutter stützte mich, ich blickte Enki hasserfüllt an, sagte aber nichts. Er reichte meiner Mutter die Tafel und sagte – nimm ihn mit! Bring ihn mir aus den Augen, – bevor ich es mir doch noch anders überlege.

Meine Mutter zog mich mehr oder weniger hinter sich her zu ihrem Flugzeug, sie drückte mich neben sich auf den Sitz und schnallte mich an – ich war dazu nicht in der Lage. – Als mein Vater mich so blutüberströmt sah, runzelte er die Stirn und fragte nur „Hast du die Tafel!“ Ich wollte etwas erwidern, aber in dem Moment wurde mir schwarz vor Augen und ich sank zusammen.
Als ich wieder wach wurde, hatte man mich gewaschen und ich befand mich in
einem der Krankenzimmer. Ich durfte nach einigen Tagen das Bett verlassen und musste vor dem Rat erscheinen. Ich rechnete mit einem heftigen Donnerwetter, aber man dankte mir und lobte mich für die Ergreifung von Zu, der wurde
gefesselt vorgeführt und zum Tode verurteilt – ich als sein Bezwinger musste
das Todesurteil ausführen – man gab mir ein Messer und ich musste ihm die Kehle durchschneiden – wenigstens war es ein schneller Tod. — Ich erhielt vom Rat die mir versprochene Gleichsetzung mit meinem Vater, hatte dafür aber ab jetzt kein Mitspracherecht im Rat mehr.

—–
So, das also war die ganze Geschichte aus meiner Sicht, ich habe nichts Wichtiges ausgelassen und auch meine Fehler nicht vertuscht.

Selamat Jarin – Ninurta

 

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Über britakara

nun ich habe seit meiner frühesten kindheit die gabe oder was auch immer man dazu sagen kann, fremde energien zu spüren, ich sah schon als kind dinge und wesen, die andere nicht wahrnehmen konnten...ich habe viele botschaften aus anderen ebenen erhalten und das zieht sich durch mein gesamtes leben hindurch... bei einem schweren unfall, war ich kurz auf der anderen ebene...das hat mein leben verändert...ich bin seitdem anders geworden...sehe das leben mit anderen augen... ich achte die gesamte schöpfung, egal, ob mensch, tier, pflanze, stein oder was auch immer... und ich liebe es zu fotografieren...ich bin oft mit der camera unterwegs... und ich bin überzeugt davon, dass es leben auf anderen planeten gibt, und die erde schon immer besuch von den fremden mit ihren sternenschiffen gehabt hat...
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